Stellungnahme zur Vergabe des Sportplatz am Swister Berg

Wir gratulieren zur Vergabe des Sportplatzareals an die IG Sportplatz Swisterberg.

Die durch die Interessengemeinschaft geplante Wiederherrichtung des Areals und Nutzung als Sportanlage für die breite Öffentlichkeit erfreut auch uns als Tierschutzverein im Ort.     

Wie es zu dem Beschluß der Vergabe kam stimmt uns allerdings mehr als nur  nachdenklich.

Schon seit Februar 2020 lag unser Antrag der Gemeindeverwaltung vor, spätestens seit dem 17.02.2020 hatte Herr Strotkötter, der Vertreter der Bürgermeisterin, Kenntnis, seit dem 18.03.2020 ebenfalls Herr Reichwald. Wenn die Bürgermeisterin nichts von diesem Vorgang gewußt haben will, ist das ein deutliches Zeichen welchen Stellenwert der Tierschutz in unserer Gemeinde hat. Leider wird dieser Eindruck noch durch einzelne Erfahrungen verstärkt, wenn es um die gesetzlichen Aufgaben der Gemeinde rund um den Tierschutz geht.  

Im Gegensatz zu der Darstellung in den sozialen Medien, plante der Tierschutzverein ebenfalls die Anlage für Sport, allerdings für Mensch und Tier, unter anderem mit Agilty und Dog-Frisbee anzubieten. Das Einstellen der Bearbeitung war aus diesem Grund, unserer Auffassung nach nicht „folgerichtig“, denn selbst wenn man zu dem Schluß gekommen wäre, das eine Nutzung für den Tierschutzverein nicht möglich sei, hätte man uns informieren müssen. Die Argumentation, dass der Tierschutz ja keine sportliche Nutzung plane zeigt bedauerlicherweise, wie oberflächlich man mit unserem Anliegen umgegangen ist. Die Inhalte, die wir auch gerne öffentlich und breit vorgestellt hätten, sind nicht wahrgenommen worden und wurden trotz der Weitergabe unseres Antrage an die Fraktionen nicht hinterfragt. Dies enttäuscht uns.

Der IG wünschen wir von Herzen bestes Gelingen und viel Erfolg. Auch wenn wir gerne die Fläche genutzt hätten, so ist es für Weilerswist insgesamt dennoch ein Gewinn, wenn die Fläche Swister Berg wieder belebt wird.

2 thoughts on “Stellungnahme zur Vergabe des Sportplatz am Swister Berg”

  1. Johannes Deckers sagt:

    Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass Sie den Platz erhalten hätten, denn wir haben seit kurzem wieder einen Welpen aus Rumänien und es wäre für uns ideal gewesen. Da ich noch nicht so lange in Weilerswist wohne, aber schon einiges mitbekommen habe, kann ich nur sagen, dass die Entscheidungen der Gemeindeverwaltung bzw. des Rats teilweise sehr ’speziell‘ sind.

  2. Ralf Meurer sagt:

    Der Hund ist nicht nur der beste Freund des Menschen; die Beziehung zu ihm ist auch die älteste Freundschaft der Menschheit.

    Haben wir das im Zeitalter von Technik und Digitalisierung so schnell vergessen?

    Wenn man wirklich von Kulturgut mit sozialem Mehrwert sprechen kann, dann darf man den Wert von Fußball (seit 1954), Treckertreffs (90er-Jahre) durchaus mal in Relation zur Mensch-Hund-Beziehung (35.000 Jahre) setzen.

    Ich kann nicht verstehen, dass ausgerechnet der hochkomplexe und von sozialer Verantwortung durchzogene Lebens- und Engagementbereich „Umgang mit Tieren“ immer wieder politisch derart krass verdrängt wird.

    Wollen wir wirklich, dass Computer unseren Kindern „Werte“ vermitteln?

    Gerade der Tierschutz ist ein höchstsozialer Einsatz mit Vorbildfunktion: es geht um das Bewahren, Schützen, Respektieren und Verantwortung übernehmen – für Leben. Aus meiner Sicht hat das einen hohen Stellenwert verdient!

    Ich glaube, der bewusste Umgang mit den Bedürfnissen von Tieren ist nach wie vor eine Chance als Mensch „am Boden zu bleiben“ und sich nicht nur der Konsum- und Genussgesellschaft hinzugeben.

    Ich wünsche mir und hier besonders dem sehr engagierten Tierschutz Weilerswist, dass dies auch durch politische Mandatsträger erkannt und gefördert wird.

    „Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandeln.“
    (Mahatma Gandhi)

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