Drosseln – Vögel mit Stahlklauen!

Heimerzheim 17.05.2021

Uns erreichte gegen 17:00 Uhr ein Notruf aus Heimerzheim, dass zwei Vögel schon seit Stunden im Baum hängen und sich festkrallen um nicht herunter zu fallen. Gedankenschnell alarmierte unsere 2. Vorsitzende am Hotline-Telefon ein Einsatzteam, welches auch grade in Heimerzheim vor Ort war. Dieses kam auch kurz darauf zum Einsatzort und das keinen Moment zu früh. Die Melder hatten zwar schon vorsorglich den Untergrund gepolstert, aber dennoch hingen die beiden Jungdrosseln in knapp 4,5 Meter Höhe im Baum.

Bei der genaueren Betrachtung wurde es noch dringender – da der Hulkster nun schon knapp 2 Stunden mit einer Kralle am Baum hing und mit der anderen Kralle sein Geschwisterchen hielt. Die beiden waren wohl vorwitzig aus dem Nest gehopst und dabei über den Rand gefalen. Übermut kommt vor dem Fall – doch nun hielt der Hulkster aber schon zwei lange Stunden sein doppeltes Gewicht kopfüber.

Am Einsatzort hatten wir natürlich weder unseren langen Kescher noch eine Leiter, die lang genug war. Dazu die Frage wie lange die Stahlklaue das noch durchhält. Nach Weilerswist und zurück sind es mindestens weitere 30 Minuten….

Also kurzentschlossen im Einsatz zwei Strassen weiter ins Gartenhäuschen eines Mitglieds, in einer rekordverdächtigen Zeit eine Trittleiter, eine Hacke und einen Einkaufskorb mit Bettlaken besorgt und zurück zu den Hängedrosseln…
Was man alles in Gartenhäusern so findet!?!

Den Korb an die Gartenhacke gehängt und die Leiter aufgestellt. Mit Hilfe der engagierten Melder und vollem Einsatz unserer Vereinskollegin sollte das dann auch klappen. Es gestaltete sich aber weitaus schwieriger als gedacht, die beiden Akrobaten sanft in den gepolsterten Korb plumpsen zu lassen.

Der Griff der Eisenkralle hielt weiterhin – bis wir die Jungvögel endlich doch vom Ast schütteln konnten. Das war sicher ein recht atemstockendes Bild wie wir, mit vereinten Kräften und Unterstützung aller, versuchten die Schwerkraft zu überlisten.

Direkt nach der Plumpslandung

Zum Glück bleiben die Pieper unverletzt, auch wenn der Vogel mit der einsernen Kralle wohl anscheinend etwas Zeit brauchte um sich zu erholen und, verständlich, einen Krampf in den Beinen hatte…

Aber was macht man nun in einem solchen Fall? Vielleicht sollte man den Korb warm und geschützt lassen, um den Eltern die Möglichkeit zu geben die Ausreisser zu versorgen?

Im ersten Impuls war das die Wahl, aber zur Sicherheit haben wir bei Expertinnen nachgefragt. Hier ein High Five für unser tolles Netzwerk und die super Unterstützung dadurch!

Der Zustand sah doch zu kritisch aus, hier war es doch besser selber zu versorgen. Das klappt dann am Besten in eine r Pflegestation . Nach der Beratung war also der Transport angesagt. Es wäre doch besser, wenn die beiden bei eine Pepplerin versorgt würden. Das war de Eindruck der Expertinnen, dem wir natürlich vertrauen und zustimmen. Der Transport war dann das leichteste und die beiden sind dann gut bei einer Peppel-Expertin angekommen.

Danke für die Unterstützung von den besorgten Meldern, die natürlich auch weiter mit Infos zu den Piepmätzen versorgt werden, und den unermüdlichen Pepplerinnen, die sich wirklich toll um die Tiere kümmern. Danke!

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